Spannendes Glace-Wissen
Kleine Kochwelt

Spannendes Glace-Wissen

Woher kommt Glace? Welche Sorten gibt es? Und wie funktioniert Glace vegan?

Kannst du dir einen Sommer ohne Glace vorstellen? Wir definitiv nicht! Ob in der Gelateria oder zu Hause aus der Tiefkühltruhe – nichts erfrischt bei Hitze mehr als diese eiskalte Spezialität. Aber woher kommt Glace überhaupt? Und was machen Veganer, wenn sie Lust auf etwas Kaltes haben?

Wer hat’s erfunden? Die Italiener, oder?

An welches Land denkst du, wenn du an Glace denkst? An Italien und die berühmte italienische Glace wahrscheinlich. Tatsächlich wurde die Glace aber nicht von unseren Nachbarn erfunden, sondern auf einem ganz anderen Kontinent, nämlich im antiken China. Die Glace von vor über 5.000 Jahren hatte mit der heutigen allerdings nicht viel gemeinsam. Damals gab es nämlich noch keine Tiefkühltruhen. Stattdessen haben die Chinesen damals Schnee verwendet – richtigen, echten Schnee. Das war natürlich gar nicht so einfach. Sie haben den Schnee in den Bergen geholt und dann so schnell wie möglich ins Tal gebracht – wobei natürlich ein Teil geschmolzen ist. Geschmack bekam der Schnee dann durch Honig, Wein, Früchte und Gewürze. Auch die alten Griechen kamen bereits auf die Idee, Schnee mit Rosenwasser, Früchten oder Honig zu vermengen.

Die Chinesen waren es auch, die später mithilfe von Salpeter, einem chemischen Stoff, eine Methode erfanden, aus Wasser Glace herzustellen – ohne dass dafür Schnee aus den Bergen transportiert werden musste. Nach Europa kam dieses Wissen dann Ende des 13. Jahrhunderts mit dem Abenteurer Marco Polo, der es in seine Heimat Italien brachte. Und der Rest ist Geschichte!

Glace heute: Mehr als nur Wasserglace

Über die Jahrhunderte wurden die Glacerezepte verfeinert. Aus einfacher Wasserglace wurde nach und nach der cremig-süsse Traum, den wir heute kennen. Mit der Erfindung der Kühltruhe kam die Glace schliesslich zu uns nach Hause.

Heutzutage ist Schnee kein Bestandteil mehr von Glace. Sie besteht vor allem aus Wasser, Zucker und Milch. Manchmal wird Eiweiss oder Eigelb dazugegeben. Hinzu kommen Farb- und Geschmacksstoffe sowie spezielle Zutaten, die dafür sorgen, dass nicht jede Glace gleich schmeckt, sondern es Sorten wie Vanilleglace oder Schoggiglace gibt. Die Zutaten werden gemixt und dabei stark gekühlt, wodurch nach einiger Zeit eine cremige Masse entsteht.

Welche Glacearten gibt es?

Im Supermarkt oder in der Gelateria wählst du nicht nur zwischen verschiedenen Glacesorten, sondern entscheidest auch, welche Form deine Glace haben soll. Gar nicht so einfach!

Wasserglace besteht hauptsächlich aus Wasser und Zucker und natürlich aus Zutaten, die für den Geschmack sorgen. Wasserglace wird bei der Herstellung nicht regelmässig gerührt, sondern einfach nur eingefroren. Sie ist deshalb relativ fest und perfekt zum Lutschen, zum Beispiel am Stängeli.

Granité, auch Granita, kommt der ursprünglichen Glace sehr nahe. Eine gängige Variante besteht aus Wasser, Zucker und Zitronensaft, ihre Konsistenz erinnert an gecrushte Eiswürfel. Sogar Kaffee wird für den Geschmack verwendet.

Sorbet ist ein Zwischending zwischen Glace und Granita. Es ist nicht so cremig wie Glace, aber auch nicht so körnig wie die Granita. Sorbet wird aus pürierten Früchten, Fruchtsaft und Zucker hergestellt. Beliebte Sorten sind zum Beispiel Erdbeer-, Zitronen- und Mangosorbet.

Für die Rahmglace, die du im Cornet oder als Coupe isst, fehlt noch eine wichtige, nämlich die namensgebende Zutat: Rahm. Er macht die Glace erst so richtig cremig. Hinzu kommen Eier und weitere Zutaten: Früchte, Schoggi, Gewürze wie Vanille, aber auch Ausgefalleneres wie Caramelsauce, Nüsse, Guetzlistücke oder gefrorener Kuchenteig.

Eine leichtere Variante der Rahmglace ist die Joghurtglace. Statt Rahm wird Joghurt verwendet, wodurch die Glace einen gluschtigen, feinsäuerlichen Geschmack hat. Frozen Joghurt ist ähnlich wie Joghurtglace, der Geschmack von Joghurt steht allerdings mehr im Vordergrund.

Neben den verschiedenen Arten und Sorten von Glace gibt es auch noch diverse Möglichkeiten, sie zu essen: im Cornet oder im Coupe zum Beispiel. Und was mögen die Schweizer am liebsten? Die Coopzeitung hat 2018 eine Umfrage dazu gemacht. Glace im Cornet war der Spitzenreiter, gefolgt von Coupe und Stängeli.

Veganer Trend: Nicecream

Glace ohne Milch oder Rahm ist für viele undenkbar. Doch dieser Food-Trend zeigt, dass auch vegane Glace extrem gluschtig sein kann. Nicecream besteht aus gefrorenen Bananen, etwas Pflanzendrink und weiteren Zutaten. Mit einem Hochleistungsmixer oder einer Küchenmaschine kannst du die Nicecream ganz leicht zu Hause machen. Du kannst die Bananenbasis mit allerlei erweitern, zum Beispiel:

  • tiefgekühlten Beeren wie Himbeeren, Heidelbeeren oder Erdbeeren
  • Kakaopulver oder Schoggistückchen
  • Guetzlistückchen
  • Gewürzen wie Vanille, Zimt oder Ingwer
  • Caramel- oder Schoggisauce
  • Nussmus wie Erdnussmus
  • Toppings wie Kakaonibs, Kokoschips, Nüssen

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